Gospelmusik

Die Gospelmusik - Begriffserklärung

Der Begriff "Gospelmusik" steht im Allgemeinen für religiöse Musik. Das Wort "gospel" ist die englische Übersetzung von "Evangelium", dem Neuen Testament in der Bibel. Der Begriff kommt vermutlich durch die Zusammenziehung der englischen Begriffe "good spell". Wörtlich ins Deutsche übersetzt heißt dies "gute Nachricht".

In einem gedruckten Werk wurde der Ausdruck "Gospelsong" erstmals vermutlich 1874 von Philipp P. Bliss verwendet und zwar für eine Sammlung seiner Kompositionen für das gemeinschaftliche Singen bei religiösen Versammlungen: "Gospel Songs, A Choice Collection Of Hymns And Tunes".1

Der Begriff "Gospelsong" wurde und wird in mehreren Zusammenhängen verwendet. Zuerst stand er für Lieder, die in den Kirchen der weißen Bevölkerung Amerikas gesungen wurden neben Begriffen wie "Hymns, Psalms, Chant, Chorals" und anderen.

Geprägt wurde der Begriff jedoch Anfang der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts als Bezeichnung der religiösen Lieder der afroamerikanischen Kirchen in Nordamerika. Diese Lieder waren eine Weiterführung der "Negro Spirituals" unter starker Einbeziehung von Jazz- und Blueselementen. Diese Art von Gospelmusik, auch mit "black gospel" oder "negro gospel" bezeichnet, war meistens der Gemeindegesang oder wurde solistisch vorgetragen, in kleinen Gesangsgruppen oder von Chören gesungen und oftmals von einer Jazzband mit Schlagzeug, Bass, Klavier und Orgel begleitet.2


Von Micha Keding


1 Wilson-Dickson, A.: Geistliche Musik. Vom Psalmengesang zum Gospel, Giessen 1994
2 R., H.R.: Plattentext zu: The Patterson Singers, I'm saved, fontana (688 516 ZL)

Gospel und Gerechtigkeit - das gehört zusammen

Gerechtigkeit ist ein zentrales Thema traditioneller Gospelmusik. Besonders in den Spirituals, den volkstümlichen Liedern der schwarzen Sklaven Nordamerikas, klingt der Ruf nach Freiheit und Gerechtigkeit: „Nobody knows the trouble I´ve seen“ oder „Let my people go“ sind bekannte Beispiele dafür.

Einige der alten Gospelsongs waren verschlüsselte Wegbeschreibungen für flüchtende Sklaven. Der „Jordan“ war zum Beispiel ein Synonym für den Ohio River, der Grenze zu den Bundesstaaten, in denen die Sklaverei verboten war. Es entstand ein zusammenhängendes Netz von Helfern, Unterkünften und Transportmöglichkeiten, die so genannte „Underground Railroad“. Die Lieder waren eine wichtige Hilfe dabei, diese Informationen unentdeckt weiter zu geben. Musik, Glaube und Handeln sind schon damals ein- und dieselbe Sache gewesen.

Ein Blick ins Repertoire

Die Sklaverei jener Tage gibt es nicht mehr – Ungerechtigkeit und Abhängigkeit sind geblieben. Deshalb hat sich die die moderne Gospelmusik (contemporary Gospel) die Sehnsucht nach Gerechtigkeit erhalten. Benefizkonzerte gehören in das Jahresprogramm vieler Chöre. Und ein Blick in das Repertoire zeigt: Einige Lieder erzählen von der Sehnsucht nach Freiheit und der Rettung aus Gefangenschaft. Von der Hoffnung, dass wir eines Tages die Herausforderungen dieser Welt bewältigen. Von der Dankbarkeit über die unglaubliche Gnade, Freude und Frieden zu erleben. Sie erinnern uns an unsere Verantwortung, die wir haben und durch die wir gefordert sind, unser Licht nicht unter den Scheffel zu stellen. Frieden und Freiheit wird es nicht geben, solange es Ungerechtigkeit gibt. Es fehlt an Nahrung, an Bildung und fairen Chancen, an gerechter Verteilung von Gewinnen und Belastungen. Jeden Tag, für Milliarden Menschen. Deswegen singen wir diese Lieder.

Die gute Nachricht singen und ernst nehmen

Gospel heißt „Gute Nachricht!“ Deswegen sagen viele Chöre „Gospel ist mehr als Musik!“ – Stimmt! Aber was ist das mehr? Die Nachricht des Gospel lautet: Du bist Gott unendlich wichtig. Er tröstet dich, gibt Dir Kraft für den Alltag und Hoffnung für dein Leben. In Jesus kommt er dir ganz nah. Er ist dein Retter aus Angst und Verzweiflung.

Diese Nachricht verbreitet sich nicht nur mit Worten. Sie strömt aus der Energie der Gospelsongs und der Freude der SängerInnen. Auch im Alltag, wenn wir Verantwortung für die übernehmen, die Hilfe brauchen.

Ein Blick ins Repertoire

Die Sklaverei jener Tage gibt es nicht mehr – Ungerechtigkeit und Abhängigkeit sind geblieben. Deshalb hat sich die die moderne Gospelmusik (contemporary Gospel) die Sehnsucht nach Gerechtigkeit erhalten. Benefizkonzerte gehören in das Jahresprogramm vieler Chöre. Und ein Blick in das Repertoire zeigt: Einige Lieder erzählen von der Sehnsucht nach Freiheit und der Rettung aus Gefangenschaft. Von der Hoffnung, dass wir eines Tages die Herausforderungen dieser Welt bewältigen. Von der Dankbarkeit über die unglaubliche Gnade, Freude und Frieden zu erleben. Sie erinnern uns an unsere Verantwortung, die wir haben und durch die wir gefordert sind, unser Licht nicht unter den Scheffel zu stellen. Frieden und Freiheit wird es nicht geben, solange es Ungerechtigkeit gibt. Es fehlt an Nahrung, an Bildung und fairen Chancen, an gerechter Verteilung von Gewinnen und Belastungen. Jeden Tag, für Milliarden Menschen. Deswegen singen wir diese Lieder.

Die gute Nachricht singen und ernst nehmen

Gospel heißt „Gute Nachricht!“ Deswegen sagen viele Chöre „Gospel ist mehr als Musik!“ – Stimmt! Aber was ist das mehr? Die Nachricht des Gospel lautet: Du bist Gott unendlich wichtig. Er tröstet dich, gibt Dir Kraft für den Alltag und Hoffnung für dein Leben. In Jesus kommt er dir ganz nah. Er ist dein Retter aus Angst und Verzweiflung.

Diese Nachricht verbreitet sich nicht nur mit Worten. Sie strömt aus der Energie der Gospelsongs und der Freude der SängerInnen. Auch im Alltag, wenn wir Verantwortung für die übernehmen, die Hilfe brauchen.