Zukunftsmusik #5

Bitterschokolade - die dunkle Seite der Schokolade

Singen macht glücklich. Schokolade auch! Leider mussten sich Chocoholics in den letzten Jahren immer wieder über einen bitteren Nachgeschmack ärgern, als die unmenschlichen Arbeitsbedingungen auf den Kakaoplantagen in Ghana und an der Elfenbeinküste bekann wurden.

Aus diesen Ländern stammt ein Großteil des Kakaos, aus der unsere Lieblingsschokolade hergestellt wird. Die Bilder von den Kinder-Sklaven, die mit Macheten arbeiten und schwere Ernte schleppen müssen, sind nur schwer aus dem Kopf zu bekommen.

Natürlich hat die Industrie eine Lösung parat: sie druckt seither Prüfsiegel auf alles Kakaohaltige. Egal ob Vollmilch, Traube-Nuss oder ganz exklusiv mit Blattgold veredelt – auf allen Tafeln, Riegeln und Bonbons prangt heute ein Gütesiegel.

Und das ist der nächste Ärger! In diesem wahren “Dschungel“ von Siegeln lassen sich die einzelnen Prädikate kaum voneinander unterscheiden. Völlig belanglose, selbst kreierte Siegel, überschatten häufig echte Gütesiegel und Auszeichnungen, die den entscheidenden Unterschied für die Kakaobauern bedeuten!

Um den Dschungel zu lichten, haben wir die Prüfkriterien von vier bekannten Siegeln und Herstellern verglichen.

Das SCHOKOMETER: nicht nur Geschmackssache

Welche Schokolade Dir am besten schmeckt musst Du natürlich selber entscheiden! Doch auch der Preis und die Verfügbarkeit in deinem Supermarkt spielen eine wichtige Rolle.

Wie hoch ist der Anteil an bio und fairen Rohstoffen?

*Achtung: Das europäische Bio-Siegel gibt nur Aufschluss über die Qualität des Produktes, nicht aber über die  Herstellungsbedingungen!

Schokolade ist mehr als Kakao

Wie hoch ist der Anteil an fairen und Bio Rohstoffen in dieser Schokolade?

Nur das fair+-Siegel steht für fair gehandelte und ökologisch angebaute Rohstoffe.

UTZ Certified steht für ökologisch angebauten Kakao, doch es sagt Nichts über die anderen Zutaten (wie Zucker und Palmöl) aus.

Bei Fairtrade-Schokolade sind mindestens 20% aller Zutaten fair gehandelt. Das klingt sehr wenig, allerdings gilt hier der Grundsatz: alle Zutaten, die es als fair gehandelte Rohstoffe gibt, müssen auch fairtrade sein.

Die gute Nachricht: Alle drei Siegel verbieten Kinder- und Sklavenarbeit, deshalb gilt hier: lieber ein Siegel als kein Siegel!

 

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