Zukunftsmusik #7

Kann man das Auto gegen ein E-Bike eintauschen? Funktioniert das?! Ich habe den Test gemacht und pendle seit Anfang des Jahres mit dem E-Bike zur Arbeit.

Ich sage es gleich vorweg: ich bin nicht sportlich und würde nie mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, aber E-Bike-fahren ist nicht Fahrradfahren. Es fühlt sich eher an wie fliegen und ja, ich "fliege" jetzt immer zur Arbeit! Seit Jahren habe ich eine Alternative zum Auto gesucht, weil ich damit zu viel CO2 ausstoße.

Auf diversen Gospelkirchentagen haben wir Dienst- und Lastenfahrräder genutzt. Das gab mir die Idee: Ein E-Bike leasen! Das geht über Mein-Dienstrad.de (oder andere Leasing-Anbieter) ähnlich wie bei einem Dienstwagen über den Arbeitgeber - jeden Monat wird ein kleiner Betrag abgezogen, der nicht auf deinem Konto landet. Dabei spart man schon mal 40% des Kaufpreises. Einen entsprechenden Leasingrechner findest Du hier. Das E-Bike darf aber auch privat genutzt werden (also auch verliehen).

"Mein E-Bike würde mich ca. 50 € monatlich über 36 Monate kosten (inkl. Versicherung und Wartungspaket)"

Im Januar bekomme ich von Mein-Dienstrad ein Test-E-Bike. Das ist kein guter Start-Monat. Auf einer musikalischen Skala ist das Wetter bei Heavy Metal statt Popmusik… Also 5°C und Nieselregen. Der Schweinehund lauert jeden Morgen auf mich. Aber ich habe mich vorher informiert und ausstaffiert:

Was Du wirklich brauchst

Ich habe mir eine gute 3in1-Jacke gebraucht gekauft - der absolute Hit! Da ich einen Teil der Strecke über einen ungeteerten Radweg fahre, ist auch eine Regenhose mit Schuhschutz unerlässlich. Außerdem halten Fahrradhandschuhe mit Fleece bei unter 10°C die Hände warm. So sind  Kälte und Nässe keine großen Probleme - auch wenn es bei strahlendem Sonnenschein mehr Spaß macht. Aber ich komme immer warm und trocken an und die gute Ausrüstung nimmt dem Schweinehund die Argumente. Auch ein gutes Schloss, einen Helm und eine Handyhalterung, um das Smartphone als Navi zu nutzen, gehören zu meinen Must-Haves.

Zeit - der entscheidende Faktor

Mit dem Auto fahre ich die 22,3 Kilometer in ca. 35 Minuten zur Arbeit. Mit Bus und Bahn brauche ich 90 Minuten! Für eine arbeitende Mama ist das keine Alternative. Ein Elektro-Auto oder Wasserstoffantrieb? - Hätte was, aber es kostet eben auch ganz schön.

Mit dem E-Bike ist mein Weg vier Kilometer kürzer, weil ich viele Abkürzungen nehme. Dafür brauche ich 45 - 50 Minuten. Top ist: Ich suche keine Parkplätze mehr und an den Staus fahre ich lachend vorbei. Seit Anfang des Jahres habe ich ca. 0,2 t CO2 und 90 € Spritkosten gespart (ohne Homeoffice wäre es ein Vielfaches davon gewesen).

Die liebe Eitelkeit

Eigentlich bin ich nicht eitel. Eigentlich. Aber schafft man es präsentabel auf der Arbeit zu erscheinen? Nachdem mir der Regen einmal das Makeup völlig verschmiert hat und ich mit großen Panda-Augen in Witten ankam, schminke und frisiere ich mich jetzt erst auf der Arbeit. Wechselklamotten liegen im Büro (aber dank atmungsaktiver, regendichter Kleidung habe ich sie noch nie gebraucht). Den Helm habe ich durch einen Airbag-Kragen ersetzt - was für eine großartige Erfindung!!!

Eine Hymne auf's E-Bike

E-Bike-Fahren ist großartig: Berge fahre ich locker mit über 15 km/h hoch und das ohne eine einzige Schweißperle (auch dank meiner tollen 3in1-Jacke). Es ist tatsächlich nicht anstrengender als spazierengehen! Wer sich regelmäßig bewegt, hat beim Singen zwar weniger Volumen, aber dafür mehr Stütze (= musikalisch für: die Pfunde purzeln) und das ganz ohne Schweiß. Nur das laute Mitsingen im Auto, das vermisse ich ein bisschen…

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